Auf den Schultern von Riesinnen
Viele Frauen vor uns haben für ein selbstbestimmtes Leben gekämpft, aufmüpfig oder in der Anpassung. Sie haben unterschiedliche Strategien entwickelt und Möglichkeiten entdeckt. Sie waren Vorreiterinnen und Pionierinnen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.
Ihre Geschichte, ihre Leistungen, ihre Errungenschaften, aber auch ihre Zweifel, Ängste, ihr Scheitern werden mit szenischen Lesungen erzählt und präsentiert.
Von historischen Frauen anschaulich zu erzählen, ihre Texte und Gedanken zu lesen, ermöglicht die Rückeroberung von Vorbildern, erlaubt den Bezug zu den Vorläuferinnen herzustellen, wendet sich gegen die Vereinzelung von Frauen, gegen die Vorstellung, die Einzige zu sein, die mit den Nachteilen der Zuschreibungen zu weiblichem Geschlecht kämpft.
Von anderen Frauen zu hören, betrifft, ermutigt, bestärkt, amüsiert…
Von der Art zu erzählen
In der Ich – Form, in der Rolle der historischen Frau und in historischem Kostüm.
Mit Blick auf ihre Widerständigkeit.
In jedem Fall anders als sonst erzählt.
Es kommt immer darauf an, wie Frauenbiografien erzählt werden:
Unter dem Aspekt, ob sie gute Mütter waren oder mit dem Blick auf ihre Berufstätigkeit oder wie sehr sie sich gegen Normen und behindernde Zuschreibungen zu ihrem Geschlecht durchsetzen und verwirklichen konnte, oder…
Es wird daher in den szenischen Lesungen besonderes Augenmerk auf die Widerständigkeit der Frauen, ihr Bemühen, eigene Wege zu gehen und eigene Vorstellungen umzusetzen, gelegt.
Um ihnen ihre Eigenständigkeit wieder zu geben, entgegen traditionell-männlicher Zuschreibungen.
