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Das Theater mit dem I

„Wozu brauchen wir das Binnen – I ?“
„Es sind doch alle mitgemeint!“
„Haben wir nichts wichtiger zu tun?“

Der Widerstand gegen geschlechtergerechte Sprache ist ungebrochen und das Binnen – I löst bis heute heftige Emotionen aus. Selbst Menschen, die täglich mit Sprache arbeiten lehnen die Sichtbarkeit aller Geschlechter in Wort und Schrift ab.
Und dennoch: die anfangs belächelte oder heftig attackierte Sprachkritik der Feministinnen hat sich in vielen Bereichen durchgesetzt. Zahlreiche Studien der Literatur- und Sprachwissenschaft und ebenso viele theoretische Arbeiten zu Sprachphilosophie haben die facettenreiche Wirkung von Sprache erforscht, analysiert und durchleuchtet. Fest steht:

Sprache wirkt
Sprache ruft Bilder in den Köpfen hervor
Sprache kann zum Platzanweiser werden
Sprache kann beleidigen und verletzen
Sprache hat einen wesentlichen Anteil in der Festigung oder Veränderung von Geschlechterrollen

Über Sprache versichern wir uns unserer Bilder von Frauen* und Männern*, wiederholen, verfestigen oder verändern sie. Aber auch Sprache selbst verändert sich beständig und wir können spielerisch mit ihr experimentieren, um uns selbst, unsere Bilder im Kopf und nicht zuletzt auch unser Verhalten zu verändern.

Der Workshop „Das Theater mit dem I“ nähert sich über die individuellen Erfahrungen der Teilnehmer_innen, mit praktischen Übungen und informativen Vorträgen den Fragen zu geschlechtergerechten Formulierungen.
Anhand zahlreicher Beispiele wird das Phänomen Sprache beleuchtet, die Geschichte des Binnen – I erzählt und in einer Schreibwerkstatt selbst mit Sprache experimentiert.

Eine abwechslungsreiche Abfolge von Reflexion, Information und Experiment zu Sprache.
Lustvoll und informativ!